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Rennen

Auf dem Kurs des EM-Marathons erfolgte der Start zur 1. Etappe. Wer gedacht hatte, dass sich das Feld einmal locker einrollen würde, hatte sich gewaltig getäuscht. Nach 2 km erfolgte der erste 28 % steile und 600 HM lange Asphaltanstieg. Die ersten Attacken ließen naturgemäß nicht lange auf sich warten und so bildete sich eine 10-Mann starke Spitzengruppe. Leider merkte ich rasch (und dies sollte die gesamte Tour anhalten), dass meine Beine die Rennbelastung von Kleinzell noch nicht vollständig verkraftet hatten. Doch etwas überraschend kam ich dann als Dritter über den „Schöckl“ (Grazer Hausberg und Dach der heurigen Alpentour) und versuchte Jure Golcer/SLO und den Überraschungsmann Heinz Verbnjak bergab noch einzuholen. Nicht lange allerdings, denn 5 km vor dem Ziel fuhr ich platt und musste schlussendlich froh sein, den 3. Platz noch ins Ziel zu bringen.

Die Müdigkeit der Muskulatur steigerte sich und so musste ich mich heute gewaltig quälen um das Tempo der Verfolgergruppe der Spitzenreiter Golcer und Obwaller halten zu können. Leer und kaputt trat ich mit 6 Mann zum Zielsprint um Platz 4 an (Verbnjak hatte sich noch nach vorne verabschiedet) und landete schlussendlich auf Platz 6. Im Gesamtklassement fand ich mich auf Platz 4 wieder (10“ hinter Etappensieger Hans-Peter Obwaller, der auf Platz 3 hinter Golcer und Verbnjak vorgefahren war). Nach gemächlichen 10 neutralen Einrollkilometern fühlte ich mich heute am ersten langen Anstieg überraschend gut. Als 3. überquerte ich die Bergwertung bei widrigsten Witterungsbedingungen (Regen, Kälte, Wind und Nebel) und nahm volles Risiko in der anschließenden Abfahrt.

Zuviel, denn heute ging ausnahmsweise nicht mir sondern wie auf der ersten Etappe auch, dem Hinterreifen die Luft aus. Mit größer Eile versuchte ich den Schaden zu beheben und fand mich nach wertvollen 2’ ca. auf Platz 15 wieder. Zusammen mit Nationalteamkollege Markus Weber versuchten wir das Loch nach vorne wieder zu schließen. Nicht lange allerdings, denn kaum hatte ich wieder den Tritt halbwegs gefunden, verlor ich schon wieder hinten die Luft. So gab mir Weber seinen Schlauch und ich machte mir diesmal beim Wechseln wirklich keinen Stress mehr. Demoralisiert fuhr ich locker die Etappe zu Ende und belegte mit großen Rückstand einen Platz unter ferner liefen.